Palliative Care berufsbegleitend studieren auch ohne Hochschulzugang

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart hat im März 2016 den ersten Kontaktstudiengang Palliativ Care abgeschlossen. Dieses Bildungsangebot entspricht den gesetzlichen Anforderungen des § 39a SGB V und den Rahmenvereinbarungen zwischen dem Bund der Krankenkassen und Trägern der stationären und ambulanten Hospizversorgung.

Mit diesem Bildungsangebot haben Pflegekräfte mit und ohne Hochschulzugangsberechtigung die Möglichkeit spezifisches Wissen aus dem Bereich der Palliativpflege an einer Hochschule berufsbegleitend zu erwerben.
Das Modul richtet sich nach dem Basiscurriculum von M. Kern, M. Müller und K. Aurnhammer und wurde in enger Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden vom Bildungszentrum Vinzenz von Paul in Stuttgart entwickelt. Es umfasst 74 Präsenzstunden und 226 Stunden Selbststudium. Diese werden nach dem zugrundeliegenden Blended-Learning-Prinzip abwechselnd angeboten und umfassen folgende Lehr-Lerninhalte:

  • Geschichte und Entwicklung Palliative Care; Vernetzung und Versorgung von Palliative Care Patienten; Teamarbeit
  • Krankheitsverlauf und Symptomkontrolle
  • Trauer, Spiritualität und Teamarbeit
  • Ethik und Recht

Den Studierenden werden mittels einer internetbasierten Lernplattform Materialien für das begleitete Selbststudium vor und zwischen den Präsenzveranstaltungen bereitgestellt. Die erfolgreiche Teilnahme am Kontaktstudiengang wird mit 10 ECTS ausgewiesen, welche auf ein späteres Studium anrechenbar sind. Einzelne Modulteile sind von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) anerkannt.

Der nächste Kurs startet im Oktober 2016. Weitere Informationen zum Kontaktstudium unter

http://www.dhbw-stuttgart.de/themen/bachelor/fakultaet-wirtschaft/angewandte-pflegewissenschaft